Die Zukunft des Solar-Asset-Managements: der Weg zum Energy Performance Index

przyszłość zarządzania aktywami solarnymi

Die Rolle von Leistungskennzahlen bei Monitoring und Optimierung

Im wettbewerbsintensiven Solarenergiemarkt sind Asset-Management- und O&M-Fachleute ständig bestrebt, die Leistung von Solaranlagen zu optimieren. Dazu setzen sie auf Leistungskennzahlen, die Effizienz und Wirksamkeit von Solaranlagen präzise bewerten und überwachen. Leistungskennzahlen spielen eine entscheidende Rolle dabei, Verbesserungspotenziale zu identifizieren, den optimalen Betrieb sicherzustellen und Ausfallzeiten zu minimieren. Diese Kennzahlen erhalten nicht nur den guten Zustand der Anlagen, sondern tragen auch zur Maximierung des Return on Investment bei.

Performance Ratio (PR) vs. Energy Performance Index (EPI): Vor- und Nachteile

Obwohl es in der Solarbranche drei zentrale Leistungskennzahlen gibt, lassen wir Availability für eine separate Betrachtung außen vor und konzentrieren uns heute ausschließlich auf: Performance Ratio (PR) und Energy Performance Index (EPI). EPI wird nicht ganz so breit eingesetzt wie PR, und beide KPIs weisen jeweils eigene Vor- und Nachteile auf, die ihre Wirksamkeit als Leistungsindikatoren beeinflussen können. In diesem Artikel beleuchten wir die Vor- und Nachteile von PR und EPI und erläutern, warum die Einführung des Energy Performance Index die Zukunft des Solar-Asset-Managements sein könnte.

Vorteile des Performance Ratio (PR):

Einfache Berechnung: Die Einfachheit von PR ist einer der Hauptgründe für seine breite Akzeptanz in der Solarbranche. PR-Berechnungen erfordern nur minimale Dateneingaben, was sie für Fachleute jeden Erfahrungsniveaus zugänglich macht.  

Umfassende Effizienzmessung: PR berücksichtigt mehrere Faktoren, die die Leistung eines Solar-PV-Systems beeinflussen können, und liefert damit ein umfassendes Maß für die Gesamteffizienz. Das macht es zu einem wertvollen Werkzeug zur Bewertung der Wirksamkeit von Solaranlagen.  

Branchenweite Anerkennung: PR ist eine etablierte Kennzahl und wird von Branchenexperten breit anerkannt. Diese weite Verbreitung erleichtert die Kommunikation und das Benchmarking von Leistungsergebnissen innerhalb der Solarbranche.

Nachteile des Performance Ratio (PR):

Wetterabhängigkeit: PR ist stark von den Wetterbedingungen abhängig, was ein unnötiges Risiko bei vertraglichen Abnahmetests mit sich bringt. Die Systemleistung kann je nach Temperatur, Einstrahlung und Spektrum erheblich variieren. 

 

Ausschluss von Designmerkmalen: PR-Berechnungen berücksichtigen keine Designmerkmale wie Neigungswinkel der PV-Module, Montagehöhe, gegenseitige Verschattung zwischen Reihen oder Dioden. Das bedeutet, dass PR die Auswirkung dieser Designelemente auf die Systemleistung möglicherweise nicht korrekt widerspiegelt. 

 

Eingeschränkter Designvergleich: Der Vergleich verschiedener Solaranlagen, etwa von Standorten mit bifazialen und einseitigen Modulen, gestaltet sich mit PR aufgrund seiner Grenzen bei der Berücksichtigung von Designunterschieden schwierig. Die Einführung neuer Kennzahlen für bifaziale Module hat gezeigt, dass die meisten Analysemethoden nur für einseitige Module relevant sind, und ihre Anwendung auf bifaziale Module kann irreführende Ergebnisse liefern – häufig mit PR-Werten von über 100 %. 

 

Fokus auf Jahresanalyse: PR wird vorwiegend für Jahresanalysen genutzt, da saisonale Schwankungen zu einer hohen Variabilität der Kennzahl führen können – besonders in den Wintermonaten, wenn die Einstrahlungswerte niedriger sind. 

 

Ungeeignet für die Komponentenanalyse: PR eignet sich besser für die Analyse der gesamten PV-Anlage als für einzelne Komponenten wie Wechselrichter oder Stringabschnitte. Diese Einschränkung kann den Nutzen bei der Diagnose spezifischer Leistungsprobleme innerhalb einer Solaranlage begrenzen. 

 

Bedenken bei Abregelung und Clipping: PR kann bei überdimensionierten Anlagen irreführend sein, da die DC-Leistung höher ist als die AC-Leistung des Wechselrichters, was während sonniger Perioden zu einer begrenzten Ausgangsleistung führt. Das kann zu Derating führen und niedrigere PR-Werte zur Folge haben, obwohl technisch keine Probleme mit der Anlage bestehen. In solchen Fällen sind niedrigere PR-Werte das Ergebnis von Designentscheidungen und nicht von technischen Problemen. 

 

Abhängigkeit von historischen Durchschnittsdaten und deklarativem Ansatz: PR stützt sich auf historische Durchschnittsdaten und einen deklarativen Ansatz, der in Systemen wie PVSyst manipuliert werden kann. Diese Abhängigkeit kann zu Ungenauigkeiten in den PR-Berechnungen führen. 

 

Uneinheitlichkeit bei Referenzbedingungen: Der Markt beginnt zu erkennen, dass die Verwendung von Standard Test Conditions (STC) nicht mehr relevant ist, und geht stattdessen zunehmend zu Normal Operating Cell Temperature (NOCT) über. Dieser Wandel kann jedoch zu Verwirrung führen, da manche Branchenexperten weiterhin STC für PR-Berechnungen verwenden, während andere bereits auf NOCT umgestiegen sind. Diese Uneinheitlichkeit erschwert den Vergleich von PR-Werten zwischen verschiedenen Solaranlagen und kann zu weiteren Ungenauigkeiten führen.

Vorteile des Energy Performance Index (EPI):

Unabhängigkeit von Klima und Wetter: EPI wird von meteorologischen Bedingungen nicht beeinflusst, was ihn zu einer stabileren und zuverlässigeren Kennzahl zur Bewertung der Leistung von Solaranlagen macht. Diese Unabhängigkeit ermöglicht präzisere Leistungsbewertungen und reduziert die mit vertraglichen Abnahmetests verbundenen Risiken. 

 

Möglichkeit zum Komponentenvergleich: Im Gegensatz zu PR ermöglicht EPI die Analyse einzelner Komponenten innerhalb einer Solaranlage, wie Wechselrichter, Strings und Module. Dieser granulare Ansatz hilft, konkrete Problembereiche präzise zu identifizieren, wodurch es für PV-Asset-Management- und O&M-Experten leichter wird, Leistungsprobleme zu beheben. So kann EPI beispielsweise genutzt werden, um die Leistung verschiedener Wechselrichter innerhalb einer Solaranlage zu vergleichen, unterdurchschnittlich performende Stringabschnitte aufgrund von Verschattung oder anderen Problemen zu identifizieren oder die Effizienz verschiedener Modultechnologien unter unterschiedlichen Betriebsbedingungen zu bewerten. Wichtig zu verstehen ist: An ein und demselben Tag kann ein Wechselrichter, der 10 kW produziert, einen EPI-Wert von 100 % aufweisen, während ein anderer, der 200 kW produziert, nur 60 % erreicht. Die Menge an kW bestimmt also nicht das Leistungsniveau. 

 

Echtzeit-Monitoring: EPI liefert Echtzeitinformationen über mögliche Leistungseinbußen und ermöglicht so ein schnelles Eingreifen zur Problembehebung und Minimierung von Ausfallzeiten. Diese Echtzeit-Überwachungsfähigkeit ist entscheidend für die Optimierung der Systemleistung und die Sicherstellung maximaler Energieproduktion. 

 

Erleichtert den Vergleich zwischen unterschiedlichen Standorten: EPI ermöglicht den Vergleich von Solaranlagen unabhängig von ihrem geografischen Standort. Grund dafür ist das physikalische Modell zur Berechnung des Expected Yield, das nahezu alle Umstände berücksichtigt, die Photovoltaikanlagen beeinflussen. Dadurch erleichtert EPI die Bewertung der Leistung von Solaranlagen über verschiedene Regionen und Klimazonen hinweg. 

 

Schnelle Identifikation unterdurchschnittlich performender Komponenten: Die Fähigkeit von EPI, einzelne Komponenten zu analysieren, hilft dabei, unterdurchschnittlich performende Elemente innerhalb der Solaranlage zu identifizieren. Das ermöglicht ein rasches Eingreifen und eine schnelle Problemlösung, verkürzt die Zeit von der Fehlererkennung bis zur Behebung und begrenzt so mögliche Verluste bei der Energieproduktion, was die Gesamtleistung und Effizienz des Systems verbessert.

Nachteile des Energy Performance Index (EPI):

Komplexität der Berechnungen: EPI-Berechnungen können komplex sein und erfordern eine erhebliche Menge an Daten, die möglicherweise schwer zu beschaffen oder ungenau sind. Diese Komplexität kann für manche Branchenexperten eine Herausforderung darstellen, insbesondere für jene mit begrenzter Erfahrung, begrenzten Ressourcen oder veralteten Softwarelösungen. 

 

Datenabhängigkeit und -verfügbarkeit: EPI-Berechnungen basieren auf umfassenden Daten zum Solarsystem, die nicht immer ohne Weiteres verfügbar sind. Ungenaue oder unvollständige Daten können die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der EPI-Kennzahl beeinträchtigen und ihren Nutzen als Leistungsindikator einschränken.

EPI und automatisierte Fehlererkennung

Einer der wichtigsten Vorteile der Nutzung von EPI mit der Plattform von Solar Spy zur Zustandsüberwachung von PV-Anlagen ist die Möglichkeit automatisierter Anomalieerkennung. Auf Basis der detaillierten Erkenntnisse, die EPI zur Beobachtung potenzieller Anomalien liefert, nutzt Solar Spy eigens entwickelte KI- und Machine-Learning-(ML-)Algorithmen, um Minderleistungen zu identifizieren und Leistungslücken in Echtzeit zu diagnostizieren – was den Wartungsprozess deutlich effizienter macht. Das System kann beispielsweise Probleme auf String-Ebene erkennen, etwa Verschattung durch Staub- oder Schmutzansammlung sowie Wechselrichterstörungen. 

 

Diese KI- und ML-Algorithmen werden kontinuierlich verbessert und aktualisiert, wodurch die Plattform von Solar Spy potenzielle Probleme noch präziser und schneller erkennen kann. Sobald eine Anomalie erkannt wird, analysiert das System die Zeitreihendaten, um die eigentliche Ursache des Problems zu ermitteln. Dadurch können PV-Asset-Management- und O&M-Fachleute Probleme beheben, bevor sie eskalieren, und so größere Verluste bei Energieproduktion und Erträgen vermeiden.  

 

Diese fortschrittliche Funktion wird durch die spezielle Maintenance-Management-Plattform und die mobile App von Solar Spy ergänzt, die den Betrieb vereinfachen und einen leicht zugänglichen Einstieg für Neueinsteiger in die Solarbranche bieten. Die Maintenance-Management-Plattform bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche zur Verfolgung und Planung von Wartungsaufgaben, während die mobile App Technikern Echtzeitinformationen über die Solaranlage, Benachrichtigungen über erkannte Probleme sowie die direkte Aktualisierung von Wartungsprotokollen im Feld ermöglicht. 

 

Die nahtlose Integration dieser Technologien verkürzt die Zeit von der Anomalieerkennung bis zur Behebung erheblich, minimiert Ausfallzeiten und gewährleistet die optimale Leistung der Solaranlagen. Ein Techniker kann beispielsweise eine Benachrichtigung über ein erkanntes Problem erhalten, etwa einen defekten Wechselrichter, und das Problem mithilfe der mobilen App schnell vor Ort diagnostizieren und beheben. Dieser optimierte Prozess reduziert den Zeitaufwand für Reparaturen und steigert letztlich die Gesamteffizienz und Produktivität der Solaranlage.

Fazit

Das rasante Wachstum und die zunehmende Komplexität der Solarbranche erfordern eine belastbare und umfassende Kennzahl für das PV-Asset-Management. EPI erweist sich hier als überlegene Wahl und bietet einen präziseren und zuverlässigeren Ansatz als das traditionelle Performance Ratio (PR). Die Unabhängigkeit von EPI gegenüber Wetter- und Klimabedingungen sowie die Fähigkeit, einzelne Komponenten innerhalb einer Solaranlage zu analysieren, machen es zu einer überlegenen Kennzahl. Zudem ermöglichen die Echtzeit-Überwachungsfunktionen von EPI schnelles Handeln zur Problembehebung, minimieren Ausfallzeiten und gewährleisten maximale Energieproduktion. 

 

Solar Spy engagiert sich dafür, PV-Asset-Management- und O&M-Fachleute dabei zu unterstützen, sich in einer zunehmend wettbewerbsintensiven Solarbranche zu behaupten. Durch präzise EPI-Berechnungen und fortschrittliche Lösungen für Zustandsüberwachung und Wartungsmanagement befähigt Solar Spy seine Kunden, datenbasierte Entscheidungen zu treffen, die die Systemeffizienz maximieren, Ausfallzeiten reduzieren und den Return on Investment verbessern.  

 

Die Zukunft des Solar-Asset-Managements hängt davon ab, innovative Lösungen wie EPI sowie fortschrittliche Technologien von Unternehmen wie Solar Spy zu nutzen. Verpassen Sie nicht die Chance, sich im wettbewerbsintensiven Solarmarkt zu behaupten und den langfristigen Erfolg Ihrer Solaranlagen zu sichern. Schließen Sie sich der wachsenden Gemeinschaft von PV-Asset-Management- und O&M-Fachleuten an, die auf Solar Spy für präzise EPI-Berechnungen, automatisierte Fehlererkennung und optimierte Wartungslösungen vertrauen. Machen Sie den ersten Schritt zur Optimierung Ihrer Solaranlagen und vereinbaren Sie unten eine persönliche Demo.